Rückfahrkamera PerfectView CAM 35 in der Montage 2 Kommentare


Eine Rückfahrkamera fürs Wohnmobil ist preiswert und simple in der Montage. In diesem Film geht’s um den Einbau der Waeco Perfectview Cam 35, den Anschluss an das Doppel-DIN-Radio, den Nutzen dieses Komplettpaketes und einer Überraschung.

Unmittelbar zu einer CAM35-Bestellung geht es hier: CAM 35 kaufen *

Für unseren 6,40m Citroen-Kastenwagen „Greeny“ wäre die Rückwärtsfahrt ein Blindflug, hätten wir nicht in der dritten Bremsleuchte eine Panoramasicht. Sensoren in der Stoßstange halten wir für unbrauchbar, weil der Fahrradträger überragt. Fertig montiert zahlt Ihr im Fachhandel ca 500€, hier zeigen wir Euch wie ihr für 200 Euro in einer halben Stunde alles selbst montiert habt.

Unsere Wahl der Kamera fiel auf die CAM 35, weil bei der Montage weder Möbel von innen demontiert werden müssen, noch Bohrungen von außen erforderlich sind. Der Lieferumgang ging uns per DHL zu und beim Auspacken fanden wir folgende Komponenten vor: Die Kamera selber in dem Bremslichtrahmen, eine Bedienungsanleitung (und in Bild 13 der Bedienungsanleitung sehen wir die für uns erforderliche Verkabelung), Montagehinweise auch auf Deutsch, ein 10 Meter langes Verlängerungskabel und ein Y-Kabel, das erforderlich wird wenn man zwei Kamerasignale von hinten nach vorne durch das Verlängerungskabel schleifen möchten. Dann noch ein Universaladapter-Kabel, das wir aber benötigen, um den Anschluss des Videosignals auf das Radiodisplay zu bekommen und die Cam mit 12 Volt zu speisen. Zu guter Letzt finden wir noch zwei Schrauben. Die vorhandenen Schrauben der Bremsleuchte werden nämlich durch zwei längere ersetzt, damit der Kamerarahmen drunter befestigt werden kann.

Und los geht’s mit der Montage. In Betrieb genommen hatten wir bereits das Radio, bei uns das Kenwood 4017DAB. Daher nehmen wir es nun wieder heraus. Jetzt brauchen wir das Universaladapterkabel, die Steckerseite „REAR Cam“ stecken wir an die Buchse mit der Bezeichnung für das Videorückfahrsignal am Radio, das schwarze Kabel ist Minus oder Masse und wird direkt mit dem Radio verbunden, am besten unter eine Schraube. Für das rote Kabel, die 1 Watt Stromversorgung, werden wir mal kreativ. Statt mit einem T-Klipp nutzen wir eine vorhandene Steckverbindung des Zündungspluskabels, ziehen diese auseinander und legen von hinten unter der Isolierung und in den Stecker hinein das abisolierte Pluskabel der Kamera. Den Stecker wieder zusammengesteckt und nun kann die Kamera mit Strom versorgt werden – natürlich nur dann, wenn auch das Radio läuft.

Wie wär es mit einem kleinen Trockentest? Zwar müsste jetzt das Universaladapterkabel mit dem Verlängerungskabel zur Bremsleuchte verbunden werden, aber wir schauen mal ob das Signal funktioniert. Dazu verbinden wir es direkt mit der Kamera – immer schön Pfeil auf Pfeil stecken. Wir schalten das Radio ein, bei uns mit einem Schalter, der entweder bei Zündung oder im Stand dauerhaft das Zündungsplus zum Radio liefert. Und siehe da: das Signal ist auf dem Monitor zu sehen.

Dann montieren wir jetzt die Kamera. Mit einer Leiter bewegen wir uns auf 2, 80 Höhe und lösen die beiden Kreuzschrauben des Bremslichtes. Das Licht nehmen wir heraus, die Stromzufuhr stecken wir ab. Und was wir im Inneren finden ist eine Überraschung! Die Pössl Montage hat bereits ein Verlängerungskabel nach vorne verlegt. Danke Jungs!!! Das spart uns enorm Arbeit. Das Kabel führt am Fußraum unterhalb des Handschuhfaches wieder heraus, von dort hatten wir es bereits zum Radioschacht geführt. Schließen wir nun die Kamera an, umwickeln das Kabel mit Isolierband, ziehen das Stromkabel für die Bremsleuchte durch die Öffnung und verbinden es. Jetzt wird lediglich mit den neuen längeren Schrauben der Kamerarahmen samt Bremslicht am Fahrzeug mit 5 Nm verschraubt. Das war ja einfach. Gut durchdacht, diese Montage!

Wir verbinden nun am Radio noch das Universaladapterkabel mit der Verlängerung und bauen alles wieder ein. Fertig! Unser Radio erlaubt die Anzeige von Hilfslinien, die wir genau auf die Fahrspur des Autos eingestellt haben. Und beim Rückwärtsfahren schaltet sich das Bild automatisch ein. Wie geht das? Mit dem Radioeinbau hatten wir auch das Signal des Rückwärtsganges hoch gelegt. Das bei uns mintfarbene Kabel hatten wir vom Radio zum Kabelstrang auf der Fahrerseite gelegt. Mit einem T-Klipp hatten wir es auf das blaue-weiße Kabel verbunden, denn blauweiß liefert den Strom der Rückwärtsheckleute von vorne nach hinten.

Gut gemacht wir Hobby-Monteure! Für gerademal 210 Euro ist dieses Paket erhältlich, nach der Montage bleiben noch einige Teile über, so das Verlängerungskabel sowie das Y-Kabel für die Montage einer zweiten Kamera. Die optional erhältliche Fernsicht-Kamera finden wir bei einem Kastenwagen überflüssig, weil doch unsere hoch angebrachte Rückfahrcam eine Weite von 15 Metern erfasst. Zudem benötigt die zweite Kamera eine weitere Chinch-Eingangsbuche am Radio und die gibt es am Kenwood nicht.

Gruß Simon und Klaus


* Wir haben oben einen Bestelllink eingefügt, der Euch durchs Selbermachen ein paar Hunderter sparen lässt und uns eine kleine Provision für den Aufwand der Montagedokumentation erstattet. Euch kostet die Bestellung darüber nix mehr.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2 Gedanken zu “Rückfahrkamera PerfectView CAM 35 in der Montage

  • Arndt

    Hi Ihr 2 Bordelektroniker,

    ich möchte mich für das Video bedanken. Wir haben unseren Campscout vor 2 Wochen in Dülmen abgeholt und ich machte mir schon Gedanken, wie ich das Kabel jetzt verlegen sollte…. und dann sah ich Euer Video.
    Klasse, gleich heute morgen das Bremslicht herausgeschraubt und siehe da, wir haben auch eines dort liegen :-))))

    Dank und Gruß aus Schwerte
    Arndt

    • Klaus Hestert
      Klaus Hestert Autor des Beitrags

      Hey Arndt,

      es freut uns, dass dieses Video für Dich gerade recht kommt. Viel Spaß mit dem Campscout.
      Gruß
      Klaus