Eine ziemlich teure Unterschrift – lohnt sich die Investition in ein Wohnmobil? 22 Kommentare


Was für ein Beitragstitel! Selbstverständlich wird ein Fahrzeug bei Nutzung doch immer weniger Wert. Nie und nimmer kriegt man das ausgegebene Geld zurück, oder?

Wir machen hier den realistischen Kassensturz, denn unser im November 2013 angeschaffter Revo4Five wird uns im März 2017 verlassen. In der nüchternen Investitionsrechnung legen wir alle Kosten und unsere Nutzungen offen. Schau selbst in folgendem Video:

Anmerkung: Alle von uns gemachten Kalkulationen entsprechen unserem Nutzungsprofil der letzten drei Jahre. Vergleichskosten wie Hotelpreise und PKW-Wertverluste sind verantwortungsvoll recherchiert.

Was hast Du für eine Meinung? Teile uns gerne in Deinem Kommentar mit, wie Du die Investition in das rollende Ferienhaus siehst.

Nachtrag vom 09. Februar 2017:

Unser Revo4Five hat uns heute verlassen, sogar zu einem höheren Preis als bei Inzahlungnahme.
Zugegeben: Wir haben wegen der erinnerungsreichen Urlaube sogar eine Träne verdrückt. Die neuen Eigner, eine vier-köpfige Familie, werden die Oma auf den langen Strecken mitnehmen. Es ist das einzige Auto der Campingfreunde. Da passt der Wagen absolut zum Nutzungsprofil . Wir wünschen dem Revo und der Familie viele fröhliche Jahre zusammen!

die neuen Eigentümer des Revolution4five am Tag der Abholung

 

 


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22 Gedanken zu “Eine ziemlich teure Unterschrift – lohnt sich die Investition in ein Wohnmobil?

  • Mirko

    Hallöchen,

    bezogen auf den Wertverlust gibt der Händler optimistische 10% im „Jahr“! an. Sie haben ihren Wagen gut 3 Jahre gehalten und auch mit 5 Personen über 60.000km genutzt. Wie sie auch schon angemerkt haben, sind nach 3 Jahren noch einige Kosten für Wartung und Verschleiß fällig.
    Sie geben in ihrer Kalkulation für ihren Gebrauchten ein Wertverlust von knapp 15% an, was in meinen Augen nicht realistisch ist, geschweige der Preis in der Anzeige bei Mobile. Mag vielleicht sein das ein Händler das Fahrzeug für gut 41.000,- mit Gewährleistung und evtl. günstiger Finanzierung verkauft bekommt. Bei einer Privatperson die kein Gewährleistung bieten kann mag ich das wirklich bezweifeln. Zumal es für ein paar tausender auch Neufahrzeuge gibt.

    Nur mal Meinung zum Thema Wertverlust.

    Besten Gruß von der Spree, Mirko

    • Klaus Hestert
      Klaus Hestert Autor des Beitrags

      Mirko,
      vielen Dank für Deine persönliche Einschätzung zum Thema Wertverlust. Die Realität ist: Das Fahrzeug wurde von mir nun an privat für einen höheren Preis verkauft. Der Markt wird von Angebot und Nachfrage geregelt. In der Zeit von September bis jetzt gab es auf meine Announce bei mobile.de monatlich unterschiedlich viele Reaktionen. Zwar habe ich stetig den Preis gesenkt, doch saisonbedingt ist seit Januar eine erhöhte Zahl von Besichtigungswünschen eingegangen. Sehr nervig sind die gehäuften Anfragen von angeblichen Wohnmobilspezialisten, die mir (nach ihrer Expertenmarkteinschätzung) einen Preis ca 34.000€ geboten haben.
      Weil das gepflegte Fahrzeug für die Käuferfamilie mit ihrer Oma absolut zu ihren Anforderungen passt und bei dem Fünfsitzer mit dieser Ausstattung samt Sitz der aktuelle Neupreis auf über 50.000€ gestiegen ist, bin ich mir sicher, sie haben einen fairen Kauf gemacht. Manch Ding will Weile haben. Ich bin froh, dass ich ohne jeden zeitlichen Druck den Privatverkauf habe vornehmen dürfen, weniger als der Inzahlungnahmepreis konnte es ja nicht werden.

      Gruß
      Klaus

  • Thomas Moraw

    Hallo Claus!
    Ich bin nach wie vor ein großer Fan von dir,bewundere dein großes Fachwissen und schätze die Arbeit mit dem Revolution-Blog.
    Du hast vielen Leuten schon nützliches gebracht, ich kann allerding diese Sache mit den garantierten 10% nach einem Jahr
    nicht glauben,erst wenn ich´s selber erlebt hab,schwarz auf weiß. Es ist doch so, wenn der Händler nach einem JAHR ein
    Fahrzeug für gerade mal 10% weniger zurück nimmt, muß er, um kostendeckend zu arbeiten, z.b Auto aufarbeiten, sich um
    den Verkauf kümmern, Service und Gewährleistungen übernehmen,längere Standzeiten in Kauf nehmen , mindestens 5%
    wieder aufschlagen um kostendeckend zu arbeiten. Der Nachkäufer würde dann also ein Auto kaufen,das schon über ein
    Jahr alt ist und gerade mal 5% unter Neupreis liegt. Wer kauft so ein Auto?, gerade mal 5Prozent unter Neupreis und dann schon
    über ein Jahr alt:
    In deinem Fall glaube ich schon, das der Händler ganz genau weiß, das alles ,was du rund ums Wohnmobil erlebst,auch mit Händlern beim neuen Kauf
    eins zu eins einige Tage später im Internet steht!
    Ich möchte darauf hinweisen,das sowohl bei der Vermietung als auch bei Leasingrückläufern z.b immer noch mal das ein oder
    andere gefunden wird,wo der Preis dann kräftig gedrückt wird bzw. Kautionen einbehalten werden.
    Aber ich will nichts behaupten,was nicht bewiesen ist, es kann ja alles sein, in einigen Jahren wissen wir mehr,wenn´s mal mehrere
    Leute gemacht haben.
    Meine Erfahrungen mit Händlern waren leider bisher andere gewesen, und ich habe mein Clever 7 Händlern angeboten.
    Alle haben mir schon nach 3 Monaten ca. 25% abgezogen.
    Lieber Gruß von Thomas

    • Klaus Hestert
      Klaus Hestert Autor des Beitrags

      Hey Thomas,

      Deine Erfahrung mit Händlern ist negativ. Der Marktpreis ist ja nicht der Inzahlungsnahme-Preis, den ein Händler Dir gibt. Sondern der, zu dem der Händler ihn an eine Privatperson verkauft. Ohne Neuerwerb beim Händler liegt der Inzahlungnahmepreis also deutlich unter Marktpreis (wenn denn nicht bereits mit Neukauf vereinbart). Wir haben ja inzwischen telefoniert, und Du hast ja einen Käufer zum Marktpreis gefunden.

      Gruß
      Klaus

  • Thomas

    Hallo

    Wir würden uns gern einen Kastenwagen kaufen sind zu fünft , dein Sitz wäre die perfekte Lösung
    Es wäre toll wenn du mir die info wo und wie der Einbau funktioniert zusenden könntest. Mfg

  • Mario

    Hallo Klaus,
    ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie du mir die Eckdaten zum Rechenexempel und dem Post als solches demletzt auf dem Caravan-Center auf dem Salon in Düsseldorf nähergebracht hast. Lustigerweise habe ich dann versucht, kaum zuhause angekommen, deine Idee der Investitionsrechnung mal an unserem eigenen Beispiel nachzuvollziehen. Jetzt fahren wir ja „nur“ einen alten VW-Bus (T3). Aber selbst dabei kam ich auf das Ergebnis, dass wir einen Preisvorteil gegenüber dem Hotelurlaub iHv etwa 1.500 EUR dieses Jahr hatten.
    Natürlich reden wir hier bei einem so alten Fahrzeug von ganz anderen Kauf- und Wiederverkaufspreisen. Die Rechnung geht also bei uns grundsätzlich noch deutlicher auf. Was mich an deinem (Video-)Beitrag aber vollauf beeindruckt ist der geringe Wertverlust von ca. 10 % im ersten Jahr. Jeder normale Pkw „erzielt“ in diesem Zeitraum einen deutlich höheren Verlust. Ich nehme daher all deine Informationen – und auch dein Rechenbeispiel – sehr dankbar mit. Vielleicht in Überlegungen uns (mittelfristig) neuer aufzustellen. 😉
    Viele Grüße an dich und deine Family,
    Mario

    • Klaus Hestert
      Klaus Hestert Autor des Beitrags

      Hey Mario,
      der absolute jährliche Verlust (als Summe aus Wertverlust und Reparaturkosten) wir mit zunehmendem Alter immer geringer. Leider aber nicht konstant. Jahre mit viel Werkstattaufenthalten sind teurer. Ärgerlicher, dass man diese Jahre nicht vorhersehen kann.
      Aus der Zeit unseres alten LT31 weiß ich noch, dass so mancher Urlaubstag mit ölverschmierten Fingern endete. Als Ingenieur und Abenteurer waren manche dieser außerplanmäßgen Stops auch erfahrungsreich, unvorhergesehene Werkstattaufenthalte dagegen unplanmäßig teuer (je mehr Wochenende desto teurer).
      Trotz aller Liebhaberei mit den alten VWs, irgendwann raubt Schadstoffplakette und Reparaturbedürftigkeit den Freizeitwert. Auch wenn sie auf lange Frist sogar günstiger sind.
      Heute auf der Seite der Neufahrzeuge habe ich mich mal über TÜV- und Gasabnahmekosten geärgert. Die letzten 36 Monate hatte ich lediglich die Inspektion bezahlt, ansonsten ist bei Autos in der Gewährleitungsphase ja alles „for free“.
      Mario, liebe Grüße nach Ingelheim
      Klaus

  • Thomas Moraw

    Hallo Klaus!
    Schöner Bericht, allerdings solltest du bedenken,das du als Blogger-Gründer ziemlich bekannt bist und für die Händler
    eigentlich auch sehr nützlich bist, also auch ganz andere Konditionen bekommen hast,als „Otto Normalverbraucher“ Ich bin mit meinem neu erworbenen
    Kastenwagen aus verschiedenen Gründen unzufrieden und das ,was mir die
    Händler nach 3Monaten geboten haben, hat mir die Tränen in die Augen getrieben.
    Da reden wir von 7000Euros Verlust nach ca. 5000Km!
    Gerade der Dümo Händler weiß,das du nicht irgendwer bist,sondern der
    warscheinlich bekannteste Kastenwagenfahrer Deutschlands.

    • Klaus Hestert
      Klaus Hestert Autor des Beitrags

      Hey Thomas,

      wir kennen uns ja schon eine Weile und standen einige Male auch schon telefonisch in Kontakt. Vielen Dank für die Blumen mit „Deutschland bekanntestem Kastenwagenfahrer“, aber das sehe ich anders. Als ich vor drei Jahren den Revo4Five gekauft habe, hat er den realistischen Neuwagen-Marktwert gekostet. Es haben nach mir noch einige andere Revo4Fives zu den selben Konditionen erworben, daher die Kenntnis. Den Rücknahmepreis jetzt halte ich auch für angemessen, aktuell versuche ich bei Mobile.de sogar noch mehr als den Inzahlungnahmepreis zu bekommen, denn bis März ist ja noch ein halbes Jahr hin. Der Markt ist immer durch Angebot und Nachfrage geregelt. Und wer mir zuerst bei bis März stetig sinkendem Preis den Kauf anbietet, kriegt das Auto.
      Die im Film gemachten Aussagen beziehen sich auf einen Garantierücknahmepreis nach einem Jahr und das zu 90% des Neuwagenpreises. Dabei geht Dümo von einem ordentlich konfigurierten Marken-Kastenwagen aus. Damit lassen sich am Gebrauchtwagenpreis noch gute Preise erzielen.
      In Deinem Fall war das leider anders. Individuell hattest Du Dir einen Ducato Kastenwagen für fünf mit Heckdinette (umbaubares Doppelbett), Dieselinduktionsherd, Hubbett vorne und Klappdachbett hinten bei einem deutsch-ungarischen Sechs-Mann-Team bauen lassen. Aus welchen Gründen auch immer hattest Du das Fahrzeug zurückgegeben. Es mangelt diesem Fahrzeug an Stauraum und an Wert, weil es sich um keine Marke handelt. In keiner Schwackeliste ist der Ausbau geführt. Daher kann ich den geringen Rücknahmepreis nachvollziehen. Im Film ist von wertstabilem Zubehör die Rede, es gibt aber sogar kostenpflichtiges Zubehör, das den Wiederverkaufswert senkt. Teure Effektlackierungen zum Beispiel finden kaum einen Liebhaber im Gebrauchtwagenmarkt. Auch Fahrzeuge ohne obligatorisches Zubehör stehen schlecht dar, ohne Klimaanlage wird man heute kaum einen Gebrauchten los.
      Schade Thomas, ich hoffe nach nunmehr dreijähriger Odyssee findest Du ein Fahrzeug, dass Deiner ganzen Familie gefällt und trotzdem nur geringe Änderungen zum Standard erfordern.
      Gruß Klaus

      • Tom aus M.

        Hi Klaus,

        finde es klasse, dass Du obwohl Ihr jetzt wieder quasi zu wenig seid, den Blog hier weiter betreibst. Das ist noch immer eine Fundgrube an Anregungen und Infos. Die Hoffnung bleibt ja, dass ein paar Hersteller hier weiter mitlesen und sich auch Anregungen holen.

        Kann es sein, dass das recht individuelle Auto welches Du oben beschreibst und mit dem Thomas nicht recht froh wurde, aktuell für 60 kEUR auf einer grossen Gebrauchtwagenplattform zu finden ist? Sein Ärger wäre ein Stück weit nachvollziehbar, wenn er einen heftigen Abschlag hinnehmen musste und jetzt wieder quasi der Listenpreis verlangt wird.

        Schöne Grüße

        • Klaus Hestert
          Klaus Hestert Autor des Beitrags

          Hi Tom,
          uups, dass der 5-Sitzer für aktuell 59,9k€ noch im Netz steht, hatte ich gar nicht gesehen. Aber es bestätigt ja die These, dass der Wagen nicht einfach zu verkaufen ist bzw. der angesetzte Preis nicht dem Wert entspricht.
          Gruß
          Klaus

  • Werner Heider

    Hallo Klaus,
    ein super Video. Habt ihr auch berücksichtigt das man auch manchmal Urlaub in einem Hotel machen möchte und nicht nur Camping? Kam nicht ganz klar raus.
    Ich hab mal berechnet, dass wenn ich mir einen Kastenwagen kaufen würde, (Unserer würde ca 62000€ kosten bei PÖSSL) dann könnte ich mir 6 Jahre ein Wohnmobil mieten. Da keine Verschleiß und Versicherungskosten anfallen würden. Gerechnet mit 10 Mal im Jahr spontan weg fahren und 2 Mal großer Urlaub. Mehr wird bei uns aufgrund meiner Arbeit nicht möglich sein. Wie oft fahrt ihr so im Jahr weg?
    Ach eins noch. Bei uns ist es leider trotzdem notwendig ein zweites Fahrzeug anzuschaffen da die Parkplatz Situation in München nicht die beste ist.
    Schönen Abend und vielen Dank im Voraus.
    Grüße Werner

    • Klaus Hestert
      Klaus Hestert Autor des Beitrags

      Hallo Werner,

      danke für Deine herausfordernde Rechenaufgabe. Stellen wir einmal den Kauf eines 62.000€ teuren Kastenwagens für vier Personen der 12-maligen Anmietung eines Wohnmobils für ein Jahr gegenüber.
      Wir nehmen dabei an, dass ein großer Urlaub mit Fahrzeugübernahme & -rückgabe 20 Tage, eine spontane Nutzung z.B. übers Wochenende 2-3 Miettage umfasst. So kommen wir auf 65 Nutzungstage in einem Jahr. In beiden Fällen, dem Besitz wie der Miete, fallen die gleichen Spritkosten, Campingplatz- und Mautgebühren an. Diese können wir in der Gegenüberstellung also außer Acht lassen.
      Besitz: Wie im Video berichtet, gibt es Händler, die den Wertverlust von maximal 10% im ersten Jahr garantieren. Alle Wartungs- und Verschleißkosten sind also in 6.200 Euro enthalten. Hinzu kommen die Versicherungskosten und Steuern in Höhe von 1000€ im Jahr. Das macht Gesamtkosten von 7.200€ für ein nagelneues, eigenes Fahrzeug im ersten Jahr.
      Miete: Das Leihmobil in der gehobenen Ausstattung, denn bei einem Neupreis von 62.000€ sind sicherlich diverse Extras wie Standklimaanlage etc enthalten hat saisonabhängige Tagesmietpreise zwischen 85,-€ und 125,-€ pro Tag zzgl. einer Servicepauschale von 120,-€ für jede der 12 Anmietungen. Das macht 105×65+12×120=8265€.

      Werner, ohne Deine Rechnung diskreditieren zu wollen, bei mir ist der 365-Tage-Besitz eines Wohnmobils um mehr als 1.000€ preisgünstiger als die 65 Tage Miete.

      Und bei meiner Rechnung bin ich stets auf der sicheren Seite, denn:
      • Fahrzeugübernahmen und Rückgaben von Mietfahrzeugen am Wochenende habe ich ignoriert
      • Mindestmietzeiträume (teils von 7 Tagen) habe ich ignoriert
      • Das Besitzfahrzeug ist nagelneu und mängelfrei, das Mietfahrzeug … naja.
      • Das spontane Wegfahren mit einem Mietfahrzeug ist von der Verfügbarkeit abhängig, das eigene ist stets reserviert.
      • Der Aufwand der mehrfachen Mietfahrzeugübergaben inkl. Transfer zum Vermieter ist vernachlässigt.
      • Jeglicher Zusatznutzen eines eigenen Fahrzeugs wie Zweitfahrzeug, Möbeltransporte, heimisches Gästebett bleiben unbeachtet.
      • Der Wertverlust in den Folgejahren wird geringer ausfallen.

      A ja, „spontan Urlaub in einem Hotel machen“. In diesem Jahr waren wir auch 15 Tage in Florida sowie weitere 5 Übernachtungen privat in deutschen Hotels. Wir zwingen uns nicht im WoMo zu urlauben, aber wie aus unserem Übernachtungsprofil zu sehen kommen wir (als Angestellter ist mein Urlaubskontingent limitiert) auf ca. 55 Übernachtungen pro Jahr.

      Gruß
      Klaus

      • Werner

        Hallo Klaus,

        danke für deine schnelle Antwort.
        In deiner Rechnung hast du die Unterhaltskosten den Ausgaben für die Miete gegenüber gestellt. Hast du auch den Anschaffungspreis mit eingerechnet? Vielleicht liege ich ja falsch aber wenn ich mal für Unterhaltskosten pro Jahr ohne Wertverlust 2500€ annehme das auf 10 Jahre berechne (=25000€) + 62000€ Kaufpreis (=87000€) und das durch 8265€ teile dann könnte ich doch 10,5 Jahre lang ein Wohnmobil mieten. In Bezug auf mindest Mietdauer, Qualität und Flexibilität stimme ich dir definitiv zu. Mit einem eigenen Mobil kann ich mich natürlich besser frei entfalten.

        Bitte korrigiere mich wenn ich hier falsch rechne.

        Vielen Dank im Voraus.

        Das Thema Anschaffung eines Kastenwagen verfolge ich nach wie vor. Die Spontanität und Flexibilität der kleinen Kurzurlaube die man sich dadurch gönnen kann, wäre einfach klasse. Jetzt muss ich nur noch das zu uns passende Gefährt finden.

        Gruß Werner

        • Klaus Hestert
          Klaus Hestert Autor des Beitrags

          Hey Werner,

          gerne lege ich Dir die Anschaffungs- und Unterhaltskosten offen. Diese Erfahrungen habe ich aus drei Jahren Neuwagenbesitz gemacht, ich hoffe das kommt hier nicht als Besserwisserei rüber.
          Die Anschaffungskosten sind in Deinem Beispiel 62.000€, 365 Tage später kriegst Du 90% zurück. In den 6.200€ ist also der gesamte Verschleiß enthalten. Erst nach 48Tkm muss Du zur Inspektion, das wird Du kaum in einem Jahr schaffen. Weder Wischerblätter, Bremsen und noch nicht mal einen Tropfen Öl habe ich im ersten Jahr nachgebessert. Alle sonstigen unerwarteten Reparaturen übernimmt die Gewährleistung. TÜV-, Gasprüfungs- und Überführungskosten sind bereits im Kaufpreis enthalten.
          Haft- und Vollkaskoversicherung zu 760€ zahle ich aktuell jährlich. Hinzu kommen 240€ an Steuern.
          Im Vergleich zur Miete musste Du Dir vielleicht noch Gas (11kg =15,90€) und Toilettenchemie kaufen. Für mehr als 100€ kannst auch Du aber pro Jahr auch nicht schwitzen und urinieren.
          In der Summe komme ich also nun statt 1000 € jetzt auf 1100€ an Unterhaltskosten. Bei den Unterhaltskosten habe ich aber jetzt wirklich alles drin, oder?
          Zusammensind das jetzt 7300€ und damit nun knapp 1000€ weniger als mieten.

          Nehmen wir mal an Du hast den Fahrzeugpreis bar verfügbar, so kann man für eine Tagesgeldanlage eine Kapitalverzinsung von max 0,5% annehmen, wenn die denn beim heutigen Zinssatz überhaupt zu erzielen ist. Das wären Kapitalertragskosten von 310€. Die bekommst Du als Wohnmobilmieter quasi von Deiner Bank.

          Faktisch hat ein Womo nicht eine lineare sondern progressive Abschreibung. Nach 10 Jahren ist also durchaus noch Restwert da. Der jährliche Wertverlust ist in absoluten Zahlen also immer geringer werdend. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Wartungskosten, nach 24 Monaten hatten wir unsere erste Inspektion, bei 70Tkm werden Reifen fällig, Bremsen, Auspuff, Kupplung, TÜV, Gasprüfung etc. werden folgen. Nach der 24-monatigen Gewährleistung wirst Du diese Kosten alleine tragen. Das Kosten/Nutzen-Verhältnis wird mit zunehmendem Alter nicht unbedingt schlechter sondern schlechter planbar. Das ist der Grund wieso ich unserem Rechenbeispiel lediglich das erste Jahr berechne.

          Übrigens halte ich die 62T€ bei einem Pössl für zu hoch. Wo man was paketieren kann und was überflüssig ist, kann ich Dir gerne nach Durchsicht Deines Angebotes sagen.

          Grüße
          Klaus Hestert

          • Werner

            Hallo Klaus,

            kommt auf gar keinen Fall als Besserwisserei rüber. Bin dankbar über jede Info und Aufklärung. Die 62000€ sind durch den Online Konfigurator zu stande gekommen.

            Sobald ich ein Angebot habe lAsse ich dich sehr gern drüber schauen.

            Dank dir für deine Infos.

            Gruß Werner

  • Petra Schulze-Triebel

    Hallo Klaus,
    das war ein informatives Video. Danke. Wenn ich richtig gerechnet habe, bekommt Ihr 6.700€ weniger wieder als Ihr drei Jahre zuvor bezahlt habt. So viel haben wir für unsere letzte Flugreise zu dritt bezahlt.
    Welches Zubehör ist Deiner Meinung nach wertstabil? Was hat sich am „alten“ Revo ausgezahlt und was bekommt Euer Neuer?
    Liebe Grüße aus Fulda
    Petra

    • Klaus Hestert
      Klaus Hestert Autor des Beitrags

      Hallo Petra,
      danke für das Lob und die so schnelle Frage. Immerhin haben wir erst gestern Abend veröffentlicht.
      Die 6700 Euro bestehen aus der Differenz zum Neupreis damals zzgl. DVD-Radio und Rückfahrkamera, die ich eigenständig gekauft und eingebaut habe. Dass Urlaub mit Familie und zur Hauptreisezeit sauteuer ist, kann ich nachvollziehen. Unser Florida-Urlaub zu zweit über Ostern hat auch 4000 Euro verschlungen, obwohl wir campen mit Zelt waren.
      Unser „alter“ Revo4five hat nicht viel Zubehör: All-in-Paket (das ist ein Zubehörpaket was so gut wie jeder nimmt; Pössl/Globecar definiert es nur als Option, damit der Einstiegspreis klein aussieht), Tempomat, Markise und Fahrradträger. Und natürlich Betten und Sitze, damit wir zu fünft reisen konnten. Die genaue Zubehörliste findest Du unter http://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=231359948. Meiner Meinung war all dieses Zubehör „wertstabil“, wobei dem Händler bzw. Käufer des Gebrauchten eine Markise nicht 80% des Neupreises sein wird, wie es für den Rest des Autos gilt. Weitaus schlechter verhält es sich sicherlich mit Sonderwünschen wie Lackierungen und schicken Interieur-Ausführungen.
      Unser Neuer hat ein wenig mehr. Zwar fällt der fünfte Sitz weg (Ronja ist nun in Neuseeland und sonst selbstlenkend), aber haben wir (die Wohlfühl-Argumente stammen aus dem weiblichen Teil der Familie) uns zu einer Metallic-Lackierung und einem alternativen Wohndekor hinreissen lassen. Tempomat, Markise, Fahrradträger und Betten für vier haben wir wieder bestellt. 163PS statt der bisherigen 130PS sind OK, weil ich glaube, dass 1000 Euro mehr dafür preisgünstig sind. Insgesamt haben wir nun knapp 50000 Euro bezahlt.
      Ob wir hier mit unserem „Gefühl“ der Wertstabilität richtig liegen, wissen wir erst bei Wiederverkauf. Dennoch kennen wir uns recht gut im Zubehörkatalog samt Paketen von Pössl aus. Wenn Du also ein konkretes Angebot vorliegen hast, kann ich Dir gerne sagen was verkäuferpropagierter Tinnef ist, was man einfacher woanders kauft oder wozu es preisgünstigere Paketpreise gibt.
      Gruß
      Klaus